Gerade bei schlechten Sichtverhältnissen merkt man das nicht immer gleich – und wird so zum Geisterfahrer. Von denen habt ihr bestimmt schon öfters Warnmeldungen im Radio gehört. Täglich geraten mehr als sieben Fahrer bundesweit auf die falsche Spur, schätzt der Automobilclub ADAC. Zum Glück enden nur die wenigsten Fahrten mit einem schweren Unfall.

 

Sicherheit durch Technik 3
Die Pfeile zeigen in die falsche Richtung

Mit dem Verkehrszeichen-Assistenten sicher unterwegs

Noch weniger könnten es allerdings dank modernster Technik sein: einem Verkehrszeichen-Assistent, der noch in diesem Jahr zunächst in einige neue Mercedes-Modelle kommt. Er kann Einfahrtverbotsschilder erkennen und den Fahrer akustisch und optisch warnen, wenn er aus Versehen auf den falschen Weg gerät. Besonders hilfreich ist das an Autobahnauffahrten, wo sich die meisten Geisterfahrer in der Spur irren. Die Funktionsweise des Assistenten ist eigentlich relativ einfach: Eine Kamera an der Innenseite der Frontscheibe erkennt die typischen roten Schilder mit dem dicken weißen Querbalken in der Mitte. Diese Information wird dann an den Rechner der Bordelektronik übermittelt. Und wenn der dann auch noch – ähnlich wie die Positionsbestimmung bei Navigationsgeräten – erkennt, dass man auf einem Autobahnzubringer ist, gibt er drei laute Warntöne von sich und auf dem Display leuchtet ein rotes Einfahrtverbotszeichen auf.

Sicherheit durch Technik 2
Geisterfahrer rast mit Tempo in Richtung des entgegenkommenden Autos

Möglichkeiten und Grenzen der Technik

Der Verkehrszeichen-Assistent kann aber noch mehr: Er erkennt zum Beispiel Schilder, die anzeigen, wie schnell man höchstens fahren oder dass man nicht überholen darf. Und auch, wenn diese Beschränkungen wieder aufgehoben sind. Dazu muss natürlich eine gute Sicht sein – hellsehen kann die Technik noch nicht. Aber sie ist immerhin weitsichtig genug, um genau das dem Fahrer zu melden. Denn letztlich aufpassen, reagieren und das Auto steuern muss ja er – denn Technik ist zwar immer schön und gut, aber man darf sich nicht nur darauf verlassen.

Real Life Safety: Verkehrszeichen-Assistent
Real Life Safety: Verkehrszeichen-Assistent

Hinweis: Die in diesem Text enthaltenen Informationen und Aussagen werden von unserem Team sorgfältig recherchiert und geprüft. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass dieser Text keinen wissenschaftlichen Anspruch erhebt. Die primäre Zielsetzung unserer Blogartikel besteht darin, junge Leserinnen und Leser für MINT-Themen zu begeistern und komplexe Inhalte in einer verständlichen Form zu vermitteln.

Stand: März 2014

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Die Herausforderungen

Viele Menschen benötigen viel Platz und Rohstoffe. Dazu verbrauchen sie viel Energie, Wasser und Strom. Doch nicht nur das: Menschen produzieren auch Müll oder sogar Lärm. Und davon gibt es in den Innenstädten heutzutage viel zu viel. Das hat zur Folge, dass sich die Städte noch weiter ausdehnen, weil eigentlich niemand gerne in den Zentren wohnen will. Doch dann sind die Wohnungen weiter weg von vielen Arbeitsplätzen und die Menschen fahren mit ihren Autos in die Zentren. Könnt ihr euch vorstellen, wie man all diese großen Herausforderungen der Urbanisierung, also der Verstädterung, lösen könnte?

Enger zusammen

Noch bis vor wenigen Jahrzehnten wollten Stadtplaner trennen: Die Menschen sollten außerhalb wohnen, aber in den Innenstädten arbeiten, einkaufen und Kultur erleben. Forscher bezeichnen das heute als Fehlentwicklung. Sie verweisen auf Städte, in denen breite Zufahrtsstraßen Barrieren zwischen einzelnen Vierteln bilden – und die noch mehr Platz auf dem Land genommen haben, wo nach und nach Vorstädte entstanden sind.

Heute schon gibt es die Tendenz, dass die Innenstädte wieder mit Menschen belebt und die Wege für alle kürzer werden sollen. Ein Fachbegriff lautet Nachverdichtung: Wo alte Häuser abgerissen werden, sollen moderne, neue entstehen – bevor am Stadtrand noch mehr gebaut werden soll. Kurze Wege bedeuten übrigens auch ein Umdenken bei der Straßengestaltung, denn es werden so mehr Fußgänger und Radfahrer unterwegs sein, und denen muss man schließlich eine sichere Fortbewegung ermöglichen.

Neue Lösungen für den Verkehr – große…

Elektroautos alleine, von denen es heute schon dutzende Modelle gibt, werden in Zukunft nicht ausreichen, sagen Forscher. Denn diese modernen Autos verbrauchen dennoch Platz auf den Straßen. Und mehr benötigter (Park-)Platz für den Verkehr bedeutet auch weniger Grünflächen oder Spielmöglichkeiten. Besser wäre es doch, wenn Menschen so oft wie möglich Autos gemeinsam nutzen oder auf öffentliche Verkehrsmittel wie Busse mit Brennstoffzellenantrieb, unterirdische oder Hoch-Bahnen umsteigen, oder?

Und noch besser ist es, wenn sie ihr Elektroauto – oder, als kleinere Fortbewegungsmittel, E-Bikes oder Elektroscooter – bei sich zu Hause aufladen können und sich nicht um die heute noch wenigen Stromladestellen drängeln müssen.

Urbanisierung
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Urbanisierung_1
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Urbanisierung_2
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Urbanisierung_3
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…und kleine…

Viele Menschen, die mit E-Bikes oder vielleicht ganz neuen Fortbewegungsmitteln unterwegs sind – bis es soweit ist, dauert es noch einige Jahre. Aber schon jetzt gibt es Lösungen, die den Verkehrsteilnehmern ihre Fahrten leichter machen. Sicher habt ihr schon die Anzeigetafeln gesehen, auf denen steht „Bei Tempo 50 grüne Welle“. Wer sich an diese Geschwindigkeit hält, wird quasi belohnt, mit grünen Ampeln. Und muss deshalb weniger abbremsen und anfahren. Das spart nicht nur Sprit, sondern schont auch die Nerven. Denn Forscher wissen, dass es in solchen Situationen leicht zu Staus kommen kann.

Ähnlich ist es mit den Fußgängerampeln. Diese erkennen, ob jemand über die Straße gehen will. Wenn nicht sorgen sie für einen flüssigen Verkehrsfluss und zwingen nicht etwa Autofahrer zu stoppen, obwohl es keinen Sinn ergibt. Und Vorrangampeln für Linienbusse helfen dabei, dass Fahrgäste schneller zum Ziel kommen – und auch die Autofahrer müssen nicht länger als nötig warten, denn so klappt das Einfädeln des Busses viel leichter.

Was bringt die Zukunft noch?

Einige der hier vorgestellten Lösungen sind bereits im Einsatz, so wie die E-Autos, Carsharing-Angebote oder die intelligenten Ampeln. Andere werden gerade von Forschern getestet – und alle immer noch besser gemacht. Welche Erfindung, die man in einer immer größer werdenden Stadt einsetzen kann, gefällt euch am besten? Und welche müsste man unbedingt noch machen? Hättet ihr gerne Laufbänder statt Bürgersteige oder Autos, die von alleine zum Ziel fahren? Wie auch immer Städte in einigen Jahrzehnten aussehen – vielleicht seid ihr ja mit euren Ideen beteiligt?!

Hinweis: Die in diesem Text enthaltenen Informationen und Aussagen werden von unserem Team sorgfältig recherchiert und geprüft. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass dieser Text keinen wissenschaftlichen Anspruch erhebt. Die primäre Zielsetzung unserer Blogartikel besteht darin, junge Leserinnen und Leser für MINT-Themen zu begeistern und komplexe Inhalte in einer verständlichen Form zu vermitteln.

Stand: Februar 2014

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Ein großes Farbenmeer

Uni oder Metallic, Sonderfarben, wie ALU Beam, oder matter Lack – die Palette an möglichen Lackierungen ist groß – genauer gesagt: weltweit am größten. Denn auf der ganzen Erde gibt es nur eine einzige Anlage, die auch alle Sonderlackfarben und Mattlacke verarbeitet – und die steht in Sindelfingen. Somit haben die Kunden eine riesige Auswahl. Denn welches Auto gekauft wird, entscheiden sie nicht nur nach technischen Daten, sondern auch nach anderen Gründen.

Lackierung 2
Und ab: im Tauchbecken bekommt die Karosserie eine Schutzschicht gegen Korrosion

Und wie kommt nun die Farbe auf das Auto? Nach dem Rohbau wird die Karosserie, also die blecherne Fahrzeughülle, in mehreren Schritten gereinigt. Danach kommt eine Phosphorschicht drauf, damit die Lackschicht besser hält. Und dann wird gebadet – die Karosserien wandern nacheinander in ein Tauchbecken.

Lackierung 3
Sieht so aus wie bei Sprühdosen: hier bekommen die Autos den letzten Schliff, den Klarlack.

Von der Unterschicht zur Oberschicht

Nach dem Bad folgen mehrere Durchgänge, um den perfekten Glanz zu erzielen. Das ist so, wie wenn ihr mit einer Sprühdose arbeitet – nur eben um ein Vielfaches größer und automatisch durch einen Computer gesteuert. Übrigens: die einzelnen Schichten dienen nicht nur der Optik. Sie verhindern auch die sogenannte Korrosion, also dass das Blech des Autos rostet und angegriffen wird. Andere Schichten wiederum sorgen für einen Schutz, weil sie die Oberfläche extrem kratzbeständig machen. Das können zum Beispiel Lacke auf Basis der Nano-Technologie.

Lackierung 5
Auch innen wird die Karosserie besprüht.

Grob unterteilt gibt es fünf Schichten: nach dem Phosphat kommt eine KTL-Schicht (kathodische Tauchlackierung, gegen die Korrosion), danach die Funktionsschicht, die farbgebende Decklackschicht und zum Schluss der Klarlack. Zwischendrin müssen noch die Blechverbindungen, in die später Wasser eindringen könnte, abgedichtet oder Hohlräume mit Schutzwachs versiegelt.

Lackierung 4
Dass die Natur keinen Schaden nimmt, wird genauso kontrolliert wie zum Schluss die Qualität der Autos.

Bunt = giftig?

Ihr könnt euch vorstellen, dass die vielen Anlagen und Roboter sehr viel Energie verbrauchen. Das stimmt! Deswegen wird in der Lackierung einiges getan, um den Energieverbrauch zu überwachen, diesen möglichst gering zu halten und die Umwelt  wenig zu belasten.  Zum Beispiel, indem die Wärme aus der Lacktrocknung wieder fürs Heizen eingesetzt wird, also nicht einfach so ins Freie entweicht. Außerdem werden nur umweltfreundliche Lacke auf Wasserbasis verwendet  und Filteranlagen für die Abluft und ein abwasserfreier Kreislauf setzen in punkto Umweltschutz Standards, damit möglichst keine Schadstoffe nach außen dringen. Denn schließlich gehören die Lackieranlagen in Sindelfingen zu den weltweit modernsten.

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Stand: Januar 2014

Gesucht: Putzhilfe. Gefunden: Roboter

Schon heute gibt es einige Robotertypen, die uns im Haushalt helfen. Bekannt sind zum Beispiel die kleinen Saugroboter, tellergroße Scheiben, die leise über die Fußböden surren. In den USA gehören sie schon längst zum Alltag, und auch in Deutschland sind sie auf dem Vormarsch: wurden 2010 noch 23.000 Saugroboter verkauft, waren es 2011 mit 48.300 mehr als doppelt so viele – denn die Preise sinken und die Technik wird immer besser. Und die funktioniert so: Wenn das Gerät an einer Ladestation genügend Power getankt hat, fährt es los, bis es ein Hindernis durch seine Sensoren erkennt – oder bei eher billigeren Modellen anstößt – und seine Richtung ändert. Das sieht bei vielen Geräten zwar planlos aus, ist es laut verschiedenen Verbrauchertests aber nicht. Liegengelassene Gegenstände schieben manche Modelle übrigens gern auch mal zur Seite. Und einige Modelle haben immer noch Schwierigkeiten mit Teppichen – das soll aber im Lauf der Zeit immer besser werden. Apropos Zeit: Ist er mit dem Saubermachen fertig, fährt der Saugroboter zurück an seine Ladestation. So ähnlich funktionieren übrigens auch die Roboter, die draußen im Garten den Rasen mähen.

Roboter 5

 

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Einmal Pfannkuchen à la Roboter, bitte!

Schön, sagt ihr, saugen ist ja noch relativ einfach. Aber wie wär’s dann mit kochen? Das ist doch ganz schön schwer, denn da muss man sich bewegen, mit anderen Gegenständen hantieren und keinen Fehler bei der Bedienung machen. Und woher weiß der metallene Helfer, wie viel Salz er braucht? Das muss man ihm natürlich zunächst beibringen, so wie es Wissenschaftler im neuen Forschungslabor des Technologie-Zentrums Informatik und Informationstechnik (TZI) der Universität Bremen derzeit tun. Sie entwickeln nämlich den PR2 (Personal Robot), als Teil des großen EU-Projekts RoboHow. PR2 soll Anleitungen selber lesen und daraus einen Plan entwickeln und umsetzen können, wie er verschiedene Aufgaben im Haushalt am besten erledigen kann. Das ist gar nicht so einfach und Spezialisten der Fachbereiche Bewegung, Wahrnehmung und Psychologie müssen für das Projekt ihr Wissen einbringen. „Wenn ich dem Roboter eine sprachliche Anweisung gebe, dann versteht er den reinen Wortlaut. Aber den ganzen Kontext, den Menschen bei diesen Worten mit verstehen, muss ich ihm auf andere Weise zur Verfügung stellen, damit er die Aufgabe bewältigen kann“, erläutert Projektleiter Professor Michael Beetz die Herausforderung.

Roboter 2

Immerhin: PR2 hatte im Februar 2013 seinen ersten großen Auftritt. Da zeigte er, wie er Töpfe und Schüsseln aus Schubladen nehmen kann, Mais in einen Topf auf der Kochplatte füllen und diese einschalten kann – und nach einer bestimmten Zeit Popcorn hergestellt hat. Und er bekam noch eine Aufgabe, die „filigran“ und „sehr herausfordernd“ war: er wendete Pfannkuchen. Erfolgreich! Na dann: Guten Appetit!

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Der blecherne Lehrer

Jedes Jahr werden auf der CeBIT, der weltgrößten Messe für Informationstechnik, spannende Neuheiten präsentiert. In diesem Jahr war darunter der Roboter Kibot 2, der Spielkamerad und Lehrer für Kinder sein soll. Anstelle eines Gesichts hat er einen kleinen Bildschirm, dazu Lautsprecher und Mikrofon, um mit den Kindern „sprechen“ und auf sie reagieren zu können. Denn die 3- bis 13-Jährigen sollen mit ihm interaktive Spiele und Programme machen. Und damit das nicht irgendwann langweilig wird, kann der Roboter eines südkoreanischen Herstellers neue Programme über das Internet herunterladen.
Helfen soll er aber nicht nur den Kindern bei ihrer Entwicklung, sondern auch den Eltern. Sie können den Roboter über das Internet steuern und über eine Kamera ihre Kinder beobachten oder mit ihnen videotelefonieren. Zudem kann der Kibot 2 aufgerüstet werden und über Sensoren und eine Verbindung zu den Türen melden, wenn Einbrecher am Werk sind.

Besser als ein Hund: Der Roboter-Spion

Er passt auf: Schon heute gibt es verschiedene Überwachungsroboter, mit denen man auch aus der Ferne zuhause alles im Blick behalten kann. Einige machen zum Beispiel einen Rundgang durchs Haus und senden dabei gemachte Bilder an ihren Besitzer, andere lassen sich über das Internet steuern. Einziger Haken: Die Türen sollten während der Abwesenheit offen sein und keine Treppen den Weg der Spione behindern. Mit Absätzen vor Teppichen haben gerade die Raupenfahrzeuge aber kaum Probleme.

Roboter 1

 

Jetzt müssten die Überwacher nur noch bellen können – aber das können geübte Heimwerker mit ein wenig Technik sicher anbauen. Oder eben auf die als Spielzeug genutzten Roboter ausweichen.

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„Der Roboter in die Sanitärabteilung, der Roboter bitte!“

Schon länger im Einsatz ist dagegen ein ganz besonderer Einkaufshelfer: „Toomas“ führt Kunden in einem Erfurter Baumarkt selbstständig und zielsicher zu ihrem gewünschten Produkt. Sie müssen auf einem Touchscreen nur die gewünschte Produktgruppe oder ein Stichwort eingeben – und schon rollt der rote Roboter mit seinem Kopf, der aussieht wie eine Glühbirne mit zwei blauen Augen, los. So hilft er mit seinem tollen „Gedächtnis“, in dem die Daten aller Artikel und Standorte gespeichert sind, vergesslichen Kunden beim Einkauf. Und jetzt müsste man nur noch zuvor über das Internet seine Einkaufsliste an den Roboter schicken können…

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Stand: Januar 2014

Das Szenario: Auf dem Weg in den Urlaub. Die Autos reihen sich in langen Schlangen hintereinander. Die Sommerferien sorgen für Stau auf den Autobahnen. Es ist stickig, der Stau löst sich nicht auf, die Augen werden müde…plötzlich verkürzt sich der Abstand zum nächsten Auto, ein Auffahrunfall droht. Doch der automatische Notbremsassistent greift ein, der Aufprall wird verhindert.

Klingt futuristisch? Könnte aber schon dieses Jahr zur Realität auf den Straßen werden. Mercedes-Benz arbeitet im Rahmen seiner „Intelligent Drive“-Strategie mit Hochdruck an der Car-to-X-Technologie, die noch dieses Jahr straßentauglich werden soll. Das Prinzip: Das Auto der Zukunft ist vernetzt, es tauscht sich mit anderen Fahrzeugen aus und es warnt den Fahrer vor möglichen Gefahrenstellen.

Intelligente Vernetzung 2
Der Fahrer wird vor möglichen Gefahrensituationen gewarnt und kann somit rechtzeitig sein Tempo und seine Fahrtweise anpassen.

Blick um die Ecke

Es gilt das Prinzip: Vier Augen sehen mehr als zwei. Im Rahmen der Car-to-X -Technologie wurde die bisherige Fahrzeugsensorik deutlich ausgebaut. Radar- oder Kamerasysteme ermöglichen nun einen Blick um die Ecke oder durch Hindernisse hindurch. Dadurch bekommt der Fahrer ein sehr genaues Abbild seiner Umgebung und kann schnell auf mögliche Gefahren reagieren. Das gleiche gilt, wenn Einsatzfahrzeuge unterwegs sind oder ein Pannenfahrzeug auf der Straße liegen geblieben ist – der Fahrer wird rechtzeitig vorher gewarnt und die Gefahrenstelle auf der Karte markiert. Damit hat er die Möglichkeit, seine Fahrweise und Geschwindigkeit rechtzeitig anzupassen. Viele Unfälle lassen nämlich auf die unzureichende Reaktion des Fahrers zurückführen.

Intelligente Vernetzung 1
Per Knopfdruck kann der Fahrer einen Geisterfahrer melden und dies an alle anderen Autos, die mit der Car-to-X-Technologie ausgestattet sind, schicken.

Von Auto zu Auto

Autos können mit der Car-to-X-Technologie aber nicht nur Gefahrenmeldungen empfangen, sondern auch welche versenden. Dies kann automatisch über das Car-to-X-System geschehen oder manuell über den Fahrer. Auf diesem Weg entsteht ein Netzwerk, das zu der Sicherheit auf den Straßen erheblich beiträgt. Die intelligente Vernetzung soll für alle Fahrzeuge angeboten werden. Das heißt, das Car-2-X-System kann sowohl für Neufahrzeuge bestellt werden, als auch in Bestandsfahrzeuge verbaut werden.

Weitere Infos findet ihr auch hier: http://technicity.daimler.com/mercedes-benz-bringt-car-to-x-technologie-auf-die-strase/

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Stand: November 2013

Montage 1
Produktionsstart für die neue S-Klasse im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen. Zwei Mitarbeiter montieren am Fahrzeugboden.

Motor, Achsen und Getriebe kommen aus dem Werk Untertürkheim nach Sindelfingen und werden hier von erfahrenen Mitarbeitern zum sogenannten Antriebsstrang zusammengefügt. Die Komponenten des Antriebsstrangs prägen die Individualität jedes einzelnen Fahrzeugs.

Montage 2
Produktionsstart für die neue S-Klasse im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen. Die letzten Schrauben an den Tankdeckel und schon kann es losgehen.

„Hochzeit“ von Antriebsstrang und Karosserie

Gleichzeitig wird die dazu passende Karosserie vorbereitet. Die Verbindung des Antriebsstrangs mit der Karosserie wird unter Automobilbauern die „Hochzeit“ genannt.

Montage 3
Tankeinbau in der Montage S-Klasse im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen. Um besser an das Auto heranzukommen, kann das Auto auch mal gedreht werden.

Kein Fahrzeug gleicht dem anderen

Präzise verbunden gehen die Fahrzeuge nun in die letzte Phase der Endmontage – hier wird ein Mercedes zur individuellen Persönlichkeit! So wird jedes Fahrzeug genau nach den Wünschen des Kunden in einer beispiellosen Varianten- und Ausstattungsvielfalt gefertigt. Kein Fahrzeug gleicht dem anderen.

Montage 4
Die Karosserien schweben über den Köpfen der Mitarbeiter.

Jeder Mitarbeiter sorgt für Qualität

Aufgereiht wie auf einer Perlenkette wandern die Karosserien von einer Montagestation zur nächsten. Fahrzeugkomponenten wie zum Beispiel das Cockpit oder die Sitze werden an Vormontageplätzen von qualifizierten Händen nach den individuellen Vorgaben komplettiert. Teile und Komponenten von Zulieferfirmen werden in enger Abstimmung mit dem Produktionsprogramm termingerecht angeliefert.

Montage 5
Trotz hochwertiger Maschinen werden Mitarbeiter gebraucht.

Mehrere tausend Mitarbeiter machen aus zahllosen Einzelteilen den Mercedes für jeden Kunden. Das erfordert ein hohes Maß an Wissen, Können und Erfahrung, aber auch großes Verantwortungsbewusstsein für Qualität. Gerade hier in der Montage kommt es auf das Geschick und die Sorgfalt der Menschen an.

Montage 6
Viele kleine Mercedes Sterne vor der Anbringung.

Handwerkliches Geschick ist gefragt, um höchste Ansprüche zu erfüllen. Gewissenhaft werden die Funktionen geprüft. Sorgfältige Arbeit und Verantwortungsbewusstsein garantieren Sicherheit. Jeder Mitarbeiter steht für die Qualität seiner Arbeit ein.

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Stand: September 2013

Seid ihr schon mal selbst Auto gefahren? Besonders als Fahranfänger findet man es oft schwer, alle Funktionen des Autos im Blick zu behalten. Man muss auf so viele Dinge gleichzeitig achten: Die Verkehrsschilder auf der Straße soll man im Auge behalten, die vorgeschriebene Geschwindigkeit muss eingehalten werden und dann will man auch noch schnell in eine kleine Lücke einparken. Mit Fahrunterstützungssysteme wie zum Beispiel Intelligent Drive möchten Automobilhersteller dem Autofahrer das Fahren ein bisschen leichter machen. Durch Blinklichter, Warntöne oder sogar Vibration am Lenkrad wird man auf die verschiedenen Dinge hingewiesen, auf die man beim Fahren achten muss. Die denkenden Autos sollen also nicht nur für ein komfortableres, sondern vor allem auch ein sichereres Fahren sorgen.

 

Intelligent Drive 2
Der Abstandsregeltempomat trägt dazu bei, dass der Fahrer genügend Abstand zu Autos hält, die vor ihm fahren. Eine Anzeige am Armaturenbrett zeigt die Strecke zum nächsten Fahrzeug an.

Intelligente Unterstützung

Die verschiedenen Sicherheits-, Assistenz- und Lichtsystemen können miteinander verbunden werden, so wie man es braucht. Sie können die Umwelt des Fahrzeuges scannen und bewerten so die Fahrsituationen. Das bedeutet, dass eventuelle Gefahren, wie zum Beispiel ein Hund, der auf die Straße läuft, schnell erkannt werden können. Bevor der Fahrer reagiert, unterstützen die Fahrassistenz-Systeme den Autofahrer, indem sie beispielsweise seine Handlungen verstärken oder korrigieren. Das kann hilfreich sein, wenn man schnell bremsen oder lenken möchte oder wenn man im Regen fährt. Auch beim Einparken oder bei einer Fahrt auf der Autofahrt, bei der es wichtig ist in der Spur zu bleiben und einen ausreichenden Abstand zum vorderen Auto zu halten, soll das intelligente Fahren den Fahrer unterstützen.

Intelligent Drive 1
Die 360° Rundumsicht ermöglicht das Erkennen von Toten Winkeln. Der Fahrer wird automatisch durch ein Symbol im Außenspiegel gewarnt, wenn die Kamera etwas gesehen hat, was der Fahrer nicht sehen …

Unsichtbares wird sichtbar gemacht

Eines der Systeme ist die 360° Grad Rundumsicht. Sie erstellt ein Bild des Fahrumfeldes und hilft dem Fahrer mit vier verschiedenen Kameras, die miteinander verbunden sind, sich einen Überblick zu machen. Auch Hindernisse wie der Bürgersteig werden sichtbar gemacht. Das schont nicht nur Reifen und Felgen, sondern auch die Außenspiegel beim Einparken. Außerdem werden die toten Winkel, in denen man nichts sieht, neben und hinter dem Auto beobachtet und der Fahrer wird automatisch durch ein Symbol im Außenspiegel gewarnt, wenn die Kamera etwas gesehen hat, was der Fahrer nicht sehen kann.

Insbesondere im Dunkeln fällt es vielen Menschen schwer, sich auf der Straße zu orientieren. Obwohl nachts nicht soviel Verkehr ist, passieren in dieser Zeit 40 Prozent aller tödlichen Unfälle. Die sogenannte Nachtblindheit soll in Zukunft das Fahren nicht mehr so stark einschränken. Der Nachtsicht-Assistent erkennt Gegenstände und zeigt sie in der Anzeige auf dem Armaturenbrett in roter Warnfarbe an. So können auch in schlecht beleuchteten Gegenden Unfälle reduziert werden.

Entlastung beim Fahren

Fahrerassistenz-Systeme tragen auch dazu bei, dass man genügend Abstand zu Autos hält, die vor einem fahren. Eine Anzeige am Armaturenbrett zeigt die Strecke zum nächsten Fahrzeug an. Das Assistenz-System schaut nicht nur automatisch auf den richtigen Abstand, sondern hält auch die Wunschgeschwindigkeit des Fahrers ein. Gleichzeitig unterstützt der Lenk-Assistent den Fahrer dabei, in der Spur zu bleiben. So kann er sich besser auf den Verkehr konzentrieren. Vor allem beim Stop and Go, also zum Beispiel im Stau, muss der Fahrer oft auf die Bremse treten, was auf Dauer das Bein ganz schön müde macht. Durch die HOLD-Funktion kann der Fahrer den Fuß vom Bremspedal nehmen und verhindert damit, dass das Auto nicht einfach losrollt. Und wenn der Fahrer mal müde werden sollte, dann wird das vom Attention-Assistent erkannt. Bei Erschöpfung und Unaufmerksamkeit beim Lenken oder anderen Fehlern wird man durch ein Signal wieder auf das Fahren aufmerksam gemacht und verhindert so den gefährlichen Sekundenschlaf.

Intelligent Drive 3
Sicheres und bequemes Fahren mit der neuen S-Klasse dank Intelligent Drive.

Fahrerassistent-Systeme ersetzt nicht den Fahrer!

Fahrerassistenz-Systeme haben noch viele weitere Funktionen: Hilfestellungen, wie Berganfahr- und Einparkhilfe, Seitenwind- und Verkehrszeichen-Assistent mit Falschfahrer-Warnfunktion und vieles mehr… Das alles klingt erst mal super. Doch nichts missverstehen! Das bedeutet nicht, dass der Fahrer sich entspannt zurücklehnen und sogar während des Fahrens einen Film schauen kann, wenn sein Auto ein Fahrerassistenz-System wie Intelligent Drive hat. Das denkende Fahrzeug bietet eine gute Hilfe im Verkehr. Dennoch: Bei all der Unterstützung soll der Fahrer nicht vergessen, dass es nur Hilfestellungen sind – Fahrerassistenz-Systeme ersetzen nicht den Fahrer! Dieser muss dennoch auf den Verkehr achten und darf sich nicht von den Mitfahrern oder dem Telefon ablenken lassen. Die Aufmerksamkeit am Steuer ist das A und O!

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Stand: September 2013

Ob zu Hause, in der Schule, im Büro oder in der Freizeit: Ohne es zu merken begegnen wir im Alltag unzähligen Normen. Das beginnt schon beim Frühstück: Einheitliche Normen sorgen dafür, dass der Kühlschrank die richtige Temperatur hat, die Butter nicht zu hart ist und der Kaffee den richtigen Koffeingehalt hat. Doch was genau ist eigentlich eine Norm und wer legt sie fest? Hierzulande gibt es dafür das DIN Deutsches Institut für Normung e. V. Seit fast 100 Jahren sorgen die DIN-Mitarbeiter von Berlin aus dafür, dass uns Normen das Leben leichter machen. Die wohl bekannteste Norm, das Papierformat DIN A 4, gibt es bereits seit 1922. Seitdem wurden die unterschiedlichsten Normen veröffentlicht. Es gibt nicht nur Normen für Produkte wie Taschenrechner, Kugelschreiber, Kontaktlinsen, Fußballtore und Wunderkerzen, sondern auch für Dienstleistungen wie zum Beispiel Umzüge oder den öffentlichen Personenverkehr.  Auch in einem Auto „verstecken“ sich zahlreiche Normen, von denen viele zur Verkehrssicherheit beitragen. Es gibt zum Beispiel einheitliche Normen für Räder und Felgen, Bremssysteme, Airbags und Kindersitze.

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Normen sind Vorschläge

„Eine Norm ist kein Gesetz, sondern eine Empfehlung“, erklärt De-Won Cho, Wirtschaftsingenieur beim DIN. Jedes Unternehmen kann selbst entscheiden, ob es sich daran hält. Doch natürlich bringt das Einhalten von Normen Vorteile: Normen garantieren nicht nur Herstellern, sondern auch ihren Kunden, dass alles so funktioniert, wie es soll – das schafft Vertrauen und kurbelt die Wirtschaft an. Jedes Jahr tragen Normen so mit etwa 17 Milliarden Euro zum Bruttosozialprodukt bei. Wie eine Norm definiert ist, entscheidet nicht das DIN alleine. Mehr als 30.000 Experten von Unternehmen und Organisationen helfen dabei, aus einer Idee eine allgemeingültige Norm zu machen.

DIN 6

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Jede Idee kann eine Norm werden

Einen Normungsantrag kann jeder stellen. Die inhaltliche Bearbeitung übernimmt der zuständige Normenausschuss. Davon gibt es beim DIN über 70, zum Beispiel für die Bereiche Bauwesen, Automobilwesen oder Lebensmittel und landwirtschaftliche Produkte. Diese wiederum unterteilen sich in Arbeitsausschüsse, die sich aus Experten, Herstellern, Anwendern, Behörden, Verbänden, Prüfstellen und Verbrauchern zusammensetzen. Ein Arbeitsausschuss besteht aus maximal 21 Personen, die nach festgelegten Grundsätzen eine allgemeingültige Norm erarbeiten. „Die DIN-Mitarbeiter betreuen und koordinieren die Ausschüsse und kümmern sich darum, dass die Zusammensetzung ausgewogen ist und jeder seine Vorschläge einbringen kann“, sagt De-Won Cho. Sie selbst sind zu Neutralität verpflichtet.

DIN 5

Hat sich ein Ausschuss auf einen Norm-Entwurf geeinigt, wird dieser der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. „Vier Monate lang hat dann jeder Interessierte Gelegenheit, den Entwurf zu kommentieren, Verbesserungsvorschläge zu machen oder einen Einspruch einzulegen.“ Liegt ein Einspruch vor, wird dieser vom  Arbeitsausschuss geprüft und gegebenenfalls in den Entwurf miteinbezogen. Bis schließlich das Arbeitsergebnis im Konsens, also mit Zustimmung aller Beteiligten, veröffentlicht werden kann, dauert es in der Regel zwei bis drei Jahre.

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Mehr als 2.000 Normen jährlich

Natürlich kann es passieren, dass eine Norm irgendwann veraltet. Etwa, weil sie nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entspricht. „Deswegen wird jede Norm alle fünf Jahre von uns überprüft. Ist sie nicht mehr auf der Höhe der Zeit, tritt der Fachausschuss zusammen und aktualisiert die Inhalte“, erläutert De-Won Cho. Besteht überhaupt kein Bedarf mehr, kann es auch passieren, dass die Norm ersatzlos zurückgezogen wird. Etwa 2.100 neue und überarbeitete Normen werden jedes Jahr vom DIN veröffentlicht. Insgesamt sind es über 33.000 Stück. Es gibt sogar eine Norm für Normen: DIN 820 beschreibt, wie ein Normungsprozess abläuft. Trägt eine Norm das Kürzel „EN“, bedeutet das, dass sie europaweit gültig ist. Internationale Normen heißen „ISO“. Das DIN arbeitet eng mit europäischen und internationalen Normungsorganisationen zusammen. Daher sind die Mitarbeiter des DIN auch regelmäßig im Ausland unterwegs und besuchen dort Experten und Unternehmen.

DIN 4

 

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De-Won Cho kümmert sich um innovative Themen

Wirtschaftsingenieur De-Won Cho hat eine besonders spannende Aufgabe beim DIN: Er arbeitet im Bereich „Innovation“. „Hier kümmern wir uns um Themen, die so neu sind, dass zu diesen Themen teilweise noch gar kein Normenausschuss existiert“, erklärt der 35-Jährige. Häufig handelt es sich dabei um Ergebnisse aus dem Bereich Forschung und Entwicklung. Damit neue Technologien den Anwendern möglichst schnell zur Verfügung stehen, gibt es die sogenannte DIN SPEC. Die Erarbeitung einer DIN SPEC kostet viel weniger Zeit als bei einer „normalen“ Norm, weil nicht alle interessierten Kreise miteinbezogen werden müssen. „Unser Ziel ist es, möglichst frühzeitig innovative Themen zu erkennen und sie zügig voranzutreiben.“ Deshalb arbeiten De-Won Cho und seine Kollegen mit Forschungsinstituten und Universitäten zusammen.

DIN 3

„Ich finde es unglaublich spannend, ständig Einblicke in hochaktuelle Themen zu bekommen.“ Eines davon ist die Elektromobilität. Mit Strom betriebene Elektroautos haben das Potenzial, einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Doch während man ein Fahrzeug, das mit Benzin betrieben wird, an jeder Tankstelle auf der ganzen Welt befüllen kann, gab es für Elektroautos bisher keine einheitlichen Ladestationen. Das soll sich mit der DIN SPEC 91286: Damit soll man jedes Elektroauto an jeder Stromtankstelle aufladen können – ein wichtiger Schritt Richtung Zukunft, der die Elektromobilität weiter voran bringen wird.

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Stand: September 2013

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Ganz viel – für ein einziges Ziel

Ein Auto ist ein Auto – klar, oder? Nicht so bei seiner „Geburt“. Die beginnt nach einer Station im Presswerk, wo die Bleche geformt werden, im Rohbau. Für das Zusammensetzen der Rohkarosserie sind hunderte von Blechen notwendig. Und die Bleche sind nicht alles, denn ein Auto besteht ja nicht nur daraus. Wusstet ihr, dass allein eine C-Klasse – das ist die kleinste Stufenheck-Limousine von Mercedes-Benz – aus 2.200 Einzelteilen besteht?

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Best-Fit Prozess bei der Montage der Rohbautür an der Karosse der alten S-Klasse

Rohe Kräfte mit Fingerspitzengefühl

Unzählige Anlagen stehen in der Werkhalle, in der die Rohkarosserien gebaut werden. Flink setzen die großen Roboterarme die Teile zusammen – doch woher wissen die eigentlich, welche Teile wohin müssen? Dass die Motorhaube zum Beispiel vorne sein muss und der Kofferraumdeckel ganz hinten? Das sagen ihnen Computer, die von erfahrenen Mitarbeitern gesteuert und überwacht werden – und die ganz kleinlich sind. Denn schließlich muss alles nicht nur am richtigen Platz sitzen, sondern ebenso exakt verbaut werden – millimetergenau. Die entsprechende Technologie, die dabei hilft, hat natürlich auch einen (englischen) Namen: Best-Fit. Fit bedeutet übersetzt zwar Passung –aber fit sind die Anlagen und Mitarbeiter trotzdem.

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Schweißprozess im Rohbau bei der S-Klasse

Eine tolle Verbindung

Nun wisst ihr, wie die Teile zusammengesetzt werden. Aber das Ganze muss ja schließlich auch halten. Das funktioniert auf verschiedene Arten: Schweißen, Stanznieten oder Kleben. Und auch dabei wird Präzisionstechnik und Hightech eingesetzt. Zum Beispiel mit Lasern. Durch Laserschweißen wird die Qualität der Verbindungen erhöht und Gewicht eingespart. Und auch diese Geräte arbeiten dank Computersteuerung ganz exakt – millimetergenau reicht da nicht aus. Oder habt ihr schon mal einen Mercedes mit einer dicken Schweißnaht gesehen? Eben!

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Rohbaukarosse der E-Klasse (Baureihe 212 vor Modelpflege)

Detektive auf der Spur

Vier Augen sehen mehr als zwei, heißt es. Aber noch mehr sehen unsere Lasersensoren. Und die kommen zum Einsatz, wenn die Rohkarosserie fertig ist, also alle Stationen inklusive des Finishes am Schluss durchlaufen hat. Dann wird das Auto mit Lasersensoren und Ultraschall genau kontrolliert. Das ist nicht nur wegen des Aussehens wichtig, sondern vor allem auch wegen der Sicherheit des Fahrzeugs, die nur mit der besten Qualität gewährleistet werden kann. Und wenn alles perfekt ist, ist das Auto danach einen Schritt weiter auf dem Weg zu seiner besonderen Auszeichnung. Diese bekommt es ganz am Ende: den Stern.

Hinweis: Die in diesem Text enthaltenen Informationen und Aussagen werden von unserem Team sorgfältig recherchiert und geprüft. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass dieser Text keinen wissenschaftlichen Anspruch erhebt. Die primäre Zielsetzung unserer Blogartikel besteht darin, junge Leserinnen und Leser für MINT-Themen zu begeistern und komplexe Inhalte in einer verständlichen Form zu vermitteln.

Stand: Juli 2013

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Ganz schön stark

Richtig laut kann es im Presswerk von Mercedes-Benz in Sindelfingen werden. Denn dort werden jeden Tag tonnenweise Stahl- und Aluminiumbleche geformt und so Motorhauben, Fahrertüren oder Kofferraumdeckel hergestellt. Daraus entsteht dann auch die Karosserie von Fahrzeugen. Und dazu braucht es ganz schön viel Power: Mit bis zu 7400 Tonnen Presskraft arbeiten die Anlagen im Werk Sindelfingen. Zum Vergleich: Mit eurem Gebiss, in dem der stärkste Muskel eures Körpers sitzt, schafft ihr gerade mal eine niedrige dreistellige Kilogrammzahl, also nicht einmal ein Zehntausendstel!

Presswerk 2

Facharbeiter/innen leisten Feinarbeit

Doch die Maschinen sind trotz ihrer Kraft richtig feinfühlig: Die einzelnen Bleche müssen nämlich sehr exakt gefertigt werden, damit sie später in der Montage perfekt zusammenpassen. Da kommt es bis auf ein Hundertstel von einem Millimeter an. Deshalb werden die Anlagen und Werkzeuge, von denen einige ganz unterschiedliche Teile pressen können, in Sindelfingen von Facharbeiter/innen selbst hergestellt. Dazu bedienen sie sich übrigens auch in der Natur. Denn die hat viele Tricks parat, um beispielsweise mit einer geeigneten Form einen besseren Luftwiderstand zu erhalten oder leichter zu werden.

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Gut zur Umwelt

Das geht im Automobilbau auch, zum Beispiel mit neuen Hightech-Werkstoffen oder Kunststoff, die in den Anlagen mit den Blechen verbunden werden können. Diese werden dadurch leichter, sind aber noch genauso steif wie vorher und helfen so, Benzin oder Diesel zu sparen und die Umwelt zu schützen.

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2100 Fahrzeuge täglich

Übrigens: Das Presswerk in Sindelfingen fertigt nicht nur Teile für bis zu 2100 Fahrzeuge, die dort jeden Tag zusammengebaut werden, sondern auch für andere Werke in Bremen in Norddeutschland, im baden-württembergischen Rastatt oder im nicht weit entfernten Smart-Werk im französischen Hambach.

Hinweis: Die in diesem Text enthaltenen Informationen und Aussagen werden von unserem Team sorgfältig recherchiert und geprüft. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass dieser Text keinen wissenschaftlichen Anspruch erhebt. Die primäre Zielsetzung unserer Blogartikel besteht darin, junge Leserinnen und Leser für MINT-Themen zu begeistern und komplexe Inhalte in einer verständlichen Form zu vermitteln.

Stand: Juni 2013